zur Startseite  

Klüngel-Spaß

Gold oder Pech - Hänsel, Gretel und die anderen
Gerda Laufenberg

Wenn Hänsel und Gretel morgens früh aufwachten hatten sie Hunger. Und wenn sie abends einschliefen hatten sie immer noch Hunger. Das bisschen, was ihre Mutter ihnen vorsetzen konnte, hatten sie in drei Happen verputzt und dann war der Kühlschrank wieder leer. Leer wie ihr Magen.
Der Vater von Hänsel und Gretel war arbeitslos und verschwand tagsüber in der Kneipe, um Arbeit zu suchen, die Mutter saß in der Stube und wartete darauf, dass eine Glücksfee käme, die sich aber nie blicken ließ.
Hänsel und Gretel sahen in eine ziemlich trostlose Zukunft, ohne Glücksfeen und ohne warmes Essen.
Dann sprachen die Eltern eines Tages davon, die Kinder zu einer Tante zu geben, die sie sonst immer als "alte Hexe" bezeichneten. Hänsel und Gretel beschlossen, lieber vorher abzuhauen. "Besser als zu Hause ist es überall", meinte Gretel und Hänsel nickte.
Sie gingen in den Wald und trafen Hans im Glück, der den Goldklumpen gerade verloren hatte. "Hey, ihr zwei Hübschen, was lauft ihr denn mutterseelenallein im Wald herum?" fragte er.
"Wir suchen die Hexe", stotterte Gretel, "das ist unsere Tante."
"Ach, das ist eure Tante. Da will ich euch suchen helfen, denn ich finde immer alles" meinte Hans und ging mit den beiden.
Nach einer Weile stießen sie auf Pechmarie, die mit einem schmuddeligen Tuch an sich herumrubbelte um das Pech abzukriegen.
"Wir suchen die alte Hexe" sagte Hänsel und starrte verwundert auf die schwarze Pechmarie.
"Da helf ich euch gern", erwiderte Pechmarie "das Weib hat mich mit Pech vollgeschüttet, weil ich meinen Lohn haben wollte Wenn Hänsel und Gretel morgens früh aufwachten hatten sie Hunger. Und wenn sie abends einschliefen hatten sie immer noch Hunger. Das bisschen, was ihre Mutter ihnen vorsetzen konnte, hatten sie in drei Happen verputzt und dann war der Kühlschrank wieder leer. Leer wie ihr Magen. Der Vater von Hänsel und Gretel war arbeitslos und verschwand tagsüber in der Kneipe, um Arbeit zu suchen, die Mutter saß in der Stube und wartete darauf, dass eine Glücksfee käme, die sich aber nie blicken ließ. Hänsel und Gretel sahen in eine ziemlich trostlose Zukunft, ohne Glücksfeen und ohne warmes Essen. Dann sprachen die Eltern eines Tages davon, die Kinder zu einer Tante zu geben, die sie sonst immer als "alte Hexe" bezeichneten. Hänsel und Gretel beschlossen, lieber vorher abzuhauen. "Besser als zu Hause ist es überall", meinte Gretel und Hänsel nickte. Sie gingen in den Wald und trafen Hans im Glück, der den Goldklumpen gerade verloren hatte. "Hey, ihr zwei Hübschen, was lauft ihr denn mutterseelenallein im Wald herum?" fragte er. "Wir suchen die Hexe", stotterte Gretel, "das ist unsere Tante." "Ach, das ist eure Tante. Da will ich euch suchen helfen, denn ich finde immer alles" meinte Hans und ging mit den beiden. Nach einer Weile stießen sie auf Pechmarie, die mit einem schmuddeligen Tuch an sich herumrubbelte um das Pech abzukriegen. "Wir suchen die alte Hexe" sagte Hänsel und starrte verwundert auf die schwarze Pechmarie. "Da helf ich euch gern", erwiderte Pechmarie "das Weib hat mich mit Pech vollgeschüttet, weil ich meinen Lohn haben wollte - mit der hab ich ein Hühnchen zu rupfen!" Sie halfen gemeinsam, Pechmarie sauber zu rubbeln und dann machten sie sich auf den Weg. Hans erwies sich tatsächlich als Meister im Wege-Finden, weil ihn sein Glück immer richtig lenkte. Hänsel und Gretel suchten ständig Beeren und Früchte, so dass niemand hungerte und Pechmarie unterhielt sie mit kleinen Geschichten, die sie sich ausdachte, während sie wanderten. So erreichten sie einen kleinen, flachen Bungalow mitten im Wald. "Das könnte das Haus sein..." überlegte Hans und Pechmarie suchte nach einer Klingel. Da kam auch schon eine nette ältere Dame an die Tür und fragte, wer sie seien. "Wir sind Hänsel und Gretel und suchen die alte Hexe, die hier irgendwo wohnt .." Die nette Dame guckte verwundert und meinte "Na, kommt erst mal rein, ich backe gerade" und ging ins Haus. Die anderen folgten und Pechmarie winkte aufgeregt "Das ist sie nicht, das ist sie nicht!!!" wisperte sie, doch das war den anderen egal. "Verzeihung, sind Sie eine Hexe?" fragte Hänsel nach dem dritten Stück Kuchen. Die nette Dame nickte und sagte ganz ernsthaft "Ja, das bin ich manchmal. Und manchmal auch nicht..." Hans wurde daraus nicht klug "Man ist entweder Hexe - oder nicht" verkündete er großspurig, so als ob er große Erfahrung mit Hexen habe. Die nette Dame räusperte sich. "Bist du immer das, was andere in dir sehen? Bist du immer nett, immer glücklich, immer zuvorkommend" fragte sie Hans. Pechmarie kam ihm zuvor. "Also ich kenne eine alte Hexe, die ist immer gemein, immer!" seufzte sie. " Sollen wir sie besuchen? Sollen wir es ausprobieren?" fragte die nette Dame zur großen Verwunderung von Pechmarie. "Ich kenne die Frau, an die du denkst - und ich sage dir, wenn du sie richtig zu nehmen verstehst, überschüttet sie dich mit guten Gaben!" "Von wegen gute Gaben! Mit Pech überschüttet sie dich!!" Pechmarie war empört. "Wir haben eine alte Tante, die ist auch immer ganz schrecklich. Sagt mein Vater!" r Gretel versuchte, Pechmaries Argumentation zu unterstützen. "Hast du die Tante schon mal besucht? Kennt Ihr sie genau?" fragte die nette Dame und schob allen noch einmal das Tablett mit den Plätzchen zu. "Aber ich kenne die Frau genau, die mir das Pech übergeschüttet hat!! Die ist fies und die bleibt fies und mit der werde ich nie und nimmer...!" Pechmaries Ausbruch wurde von der netten Dame unterbrochen. "Jetzt hört mal alle zu. Ihr braucht jemanden, der euch hilft, das sehe ich." Sie schaute sich in der Runde fragend um. Niemand widersprach. "Die alte Hexe kann zaubern, und das tut sie auch für andere. Sie ist überhaupt ganz umgänglich - wenn ihr nicht ständig an ihrem Häuschen rupft." Hänsel und Gretel hörten andächtig zu. "Und die Frau, die das Pech schüttet, kann auch Gold regnen lassen ... wenn du nicht ständig an ihr herummeckerst!" Pechmarie starrte auf die Plätzchen. Jetzt wandte sich die nette Dame an Hans: "Mensch Hans, das sieht doch gar nicht so schlecht aus. Hänsel und Gretel suchen immer was, Ideen zum Beispiel. Du hast Glück - und findest immer was. Die Hexe kann zaubern und es gibt jemand, die finanziell unter die Arme greifen könnte. Jetzt müßt ihr euch nur noch mit dem Gedanken anfreunden, mit den Leuten zu reden ..." Mit diesen Worten stand die nette Dame unverhofft auf und reichte allen die Hand zum Abschied. Sie stolperten gemeinsam zur Tür hinaus und hatten eigentlich noch viele Fragen. Gretel lief noch einmal zurück und suchte das Klingelschild. "Wisst Ihr, was an der Tür steht ?" fragte sie, als sie zurückkam. Pechmarie murmelte "Blöde Ziege...??" "Ne - gute Fee!" mit der hab ich ein Hühnchen zu rupfen!"
Sie halfen gemeinsam, Pechmarie sauber zu rubbeln und dann machten sie sich auf den Weg.
Hans erwies sich tatsächlich als Meister im Wege-Finden, weil ihn sein Glück immer richtig lenkte. Hänsel und Gretel suchten ständig Beeren und Früchte, so dass niemand hungerte und Pechmarie unterhielt sie mit kleinen Geschichten, die sie sich ausdachte, während sie wanderten.
So erreichten sie einen kleinen, flachen Bungalow mitten im Wald. "Das könnte das Haus sein..." überlegte Hans und Pechmarie suchte nach einer Klingel.
Da kam auch schon eine nette ältere Dame an die Tür und fragte, wer sie seien.
"Wir sind Hänsel und Gretel und suchen die alte Hexe, die hier irgendwo wohnt .."
Die nette Dame guckte verwundert und meinte "Na, kommt erst mal rein, ich backe gerade" und ging ins Haus. Die anderen folgten und Pechmarie winkte aufgeregt
"Das ist sie nicht, das ist sie nicht!!!" wisperte sie, doch das war den anderen egal.
"Verzeihung, sind Sie eine Hexe?" fragte Hänsel nach dem dritten Stück Kuchen. Die nette Dame nickte und sagte ganz ernsthaft "Ja, das bin ich manchmal. Und manchmal auch nicht..."
Hans wurde daraus nicht klug "Man ist entweder Hexe - oder nicht" verkündete er großspurig, so als ob er große Erfahrung mit Hexen habe.
Die nette Dame räusperte sich. "Bist du immer das, was andere in dir sehen? Bist du immer nett, immer glücklich, immer zuvorkommend" fragte sie Hans.
Pechmarie kam ihm zuvor. "Also ich kenne eine alte Hexe, die ist immer gemein, immer!" seufzte sie.
" Sollen wir sie besuchen? Sollen wir es ausprobieren?" fragte die nette Dame zur großen Verwunderung von Pechmarie. "Ich kenne die Frau, an die du denkst Wenn Hänsel und Gretel morgens früh aufwachten hatten sie Hunger. Und wenn sie abends einschliefen hatten sie immer noch Hunger. Das bisschen, was ihre Mutter ihnen vorsetzen konnte, hatten sie in drei Happen verputzt und dann war der Kühlschrank wieder leer. Leer wie ihr Magen. Der Vater von Hänsel und Gretel war arbeitslos und verschwand tagsüber in der Kneipe, um Arbeit zu suchen, die Mutter saß in der Stube und wartete darauf, dass eine Glücksfee käme, die sich aber nie blicken ließ. Hänsel und Gretel sahen in eine ziemlich trostlose Zukunft, ohne Glücksfeen und ohne warmes Essen. Dann sprachen die Eltern eines Tages davon, die Kinder zu einer Tante zu geben, die sie sonst immer als "alte Hexe" bezeichneten. Hänsel und Gretel beschlossen, lieber vorher abzuhauen. "Besser als zu Hause ist es überall", meinte Gretel und Hänsel nickte. Sie gingen in den Wald und trafen Hans im Glück, der den Goldklumpen gerade verloren hatte. "Hey, ihr zwei Hübschen, was lauft ihr denn mutterseelenallein im Wald herum?" fragte er. "Wir suchen die Hexe", stotterte Gretel, "das ist unsere Tante." "Ach, das ist eure Tante. Da will ich euch suchen helfen, denn ich finde immer alles" meinte Hans und ging mit den beiden. Nach einer Weile stießen sie auf Pechmarie, die mit einem schmuddeligen Tuch an sich herumrubbelte um das Pech abzukriegen. "Wir suchen die alte Hexe" sagte Hänsel und starrte verwundert auf die schwarze Pechmarie. "Da helf ich euch gern", erwiderte Pechmarie "das Weib hat mich mit Pech vollgeschüttet, weil ich meinen Lohn haben wollte - mit der hab ich ein Hühnchen zu rupfen!" Sie halfen gemeinsam, Pechmarie sauber zu rubbeln und dann machten sie sich auf den Weg. Hans erwies sich tatsächlich als Meister im Wege-Finden, weil ihn sein Glück immer richtig lenkte. Hänsel und Gretel suchten ständig Beeren und Früchte, so dass niemand hungerte und Pechmarie unterhielt sie mit kleinen Geschichten, die sie sich ausdachte, während sie wanderten. So erreichten sie einen kleinen, flachen Bungalow mitten im Wald. "Das könnte das Haus sein..." überlegte Hans und Pechmarie suchte nach einer Klingel. Da kam auch schon eine nette ältere Dame an die Tür und fragte, wer sie seien. "Wir sind Hänsel und Gretel und suchen die alte Hexe, die hier irgendwo wohnt .." Die nette Dame guckte verwundert und meinte "Na, kommt erst mal rein, ich backe gerade" und ging ins Haus. Die anderen folgten und Pechmarie winkte aufgeregt "Das ist sie nicht, das ist sie nicht!!!" wisperte sie, doch das war den anderen egal. "Verzeihung, sind Sie eine Hexe?" fragte Hänsel nach dem dritten Stück Kuchen. Die nette Dame nickte und sagte ganz ernsthaft "Ja, das bin ich manchmal. Und manchmal auch nicht..." Hans wurde daraus nicht klug "Man ist entweder Hexe - oder nicht" verkündete er großspurig, so als ob er große Erfahrung mit Hexen habe. Die nette Dame räusperte sich. "Bist du immer das, was andere in dir sehen? Bist du immer nett, immer glücklich, immer zuvorkommend" fragte sie Hans. Pechmarie kam ihm zuvor. "Also ich kenne eine alte Hexe, die ist immer gemein, immer!" seufzte sie. " Sollen wir sie besuchen? Sollen wir es ausprobieren?" fragte die nette Dame zur großen Verwunderung von Pechmarie. "Ich kenne die Frau, an die du denkst - und ich sage dir, wenn du sie richtig zu nehmen verstehst, überschüttet sie dich mit guten Gaben!" "Von wegen gute Gaben! Mit Pech überschüttet sie dich!!" Pechmarie war empört. "Wir haben eine alte Tante, die ist auch immer ganz schrecklich. Sagt mein Vater!" r Gretel versuchte, Pechmaries Argumentation zu unterstützen. "Hast du die Tante schon mal besucht? Kennt Ihr sie genau?" fragte die nette Dame und schob allen noch einmal das Tablett mit den Plätzchen zu. "Aber ich kenne die Frau genau, die mir das Pech übergeschüttet hat!! Die ist fies und die bleibt fies und mit der werde ich nie und nimmer...!" Pechmaries Ausbruch wurde von der netten Dame unterbrochen. "Jetzt hört mal alle zu. Ihr braucht jemanden, der euch hilft, das sehe ich." Sie schaute sich in der Runde fragend um. Niemand widersprach. "Die alte Hexe kann zaubern, und das tut sie auch für andere. Sie ist überhaupt ganz umgänglich - wenn ihr nicht ständig an ihrem Häuschen rupft." Hänsel und Gretel hörten andächtig zu. "Und die Frau, die das Pech schüttet, kann auch Gold regnen lassen ... wenn du nicht ständig an ihr herummeckerst!" Pechmarie starrte auf die Plätzchen. Jetzt wandte sich die nette Dame an Hans: "Mensch Hans, das sieht doch gar nicht so schlecht aus. Hänsel und Gretel suchen immer was, Ideen zum Beispiel. Du hast Glück - und findest immer was. Die Hexe kann zaubern und es gibt jemand, die finanziell unter die Arme greifen könnte. Jetzt müßt ihr euch nur noch mit dem Gedanken anfreunden, mit den Leuten zu reden ..." Mit diesen Worten stand die nette Dame unverhofft auf und reichte allen die Hand zum Abschied. Sie stolperten gemeinsam zur Tür hinaus und hatten eigentlich noch viele Fragen. Gretel lief noch einmal zurück und suchte das Klingelschild. "Wisst Ihr, was an der Tür steht ?" fragte sie, als sie zurückkam. Pechmarie murmelte "Blöde Ziege...??" "Ne - gute Fee!" und ich sage dir, wenn du sie richtig zu nehmen verstehst, überschüttet sie dich mit guten Gaben!"
"Von wegen gute Gaben! Mit Pech überschüttet sie dich!!" Pechmarie war empört.
"Wir haben eine alte Tante, die ist auch immer ganz schrecklich. Sagt mein Vater!" r Gretel versuchte, Pechmaries Argumentation zu unterstützen.
"Hast du die Tante schon mal besucht? Kennt Ihr sie genau?" fragte die nette Dame und schob allen noch einmal das Tablett mit den Plätzchen zu.
"Aber ich kenne die Frau genau, die mir das Pech übergeschüttet hat!! Die ist fies und die bleibt fies und mit der werde ich nie und nimmer...!" Pechmaries Ausbruch wurde von der netten Dame unterbrochen.
"Jetzt hört mal alle zu. Ihr braucht jemanden, der euch hilft, das sehe ich." Sie schaute sich in der Runde fragend um. Niemand widersprach.
"Die alte Hexe kann zaubern, und das tut sie auch für andere. Sie ist überhaupt ganz umgänglich - wenn ihr nicht ständig an ihrem Häuschen rupft." Hänsel und Gretel hörten andächtig zu.
"Und die Frau, die das Pech schüttet, kann auch Gold regnen lassen ... wenn du nicht ständig an ihr herummeckerst!"
Pechmarie starrte auf die Plätzchen.
Jetzt wandte sich die nette Dame an Hans: "Mensch Hans, das sieht doch gar nicht so schlecht aus. Hänsel und Gretel suchen immer was, Ideen zum Beispiel. Du hast Glück Wenn Hänsel und Gretel morgens früh aufwachten hatten sie Hunger. Und wenn sie abends einschliefen hatten sie immer noch Hunger. Das bisschen, was ihre Mutter ihnen vorsetzen konnte, hatten sie in drei Happen verputzt und dann war der Kühlschrank wieder leer. Leer wie ihr Magen. Der Vater von Hänsel und Gretel war arbeitslos und verschwand tagsüber in der Kneipe, um Arbeit zu suchen, die Mutter saß in der Stube und wartete darauf, dass eine Glücksfee käme, die sich aber nie blicken ließ. Hänsel und Gretel sahen in eine ziemlich trostlose Zukunft, ohne Glücksfeen und ohne warmes Essen. Dann sprachen die Eltern eines Tages davon, die Kinder zu einer Tante zu geben, die sie sonst immer als "alte Hexe" bezeichneten. Hänsel und Gretel beschlossen, lieber vorher abzuhauen. "Besser als zu Hause ist es überall", meinte Gretel und Hänsel nickte. Sie gingen in den Wald und trafen Hans im Glück, der den Goldklumpen gerade verloren hatte. "Hey, ihr zwei Hübschen, was lauft ihr denn mutterseelenallein im Wald herum?" fragte er. "Wir suchen die Hexe", stotterte Gretel, "das ist unsere Tante." "Ach, das ist eure Tante. Da will ich euch suchen helfen, denn ich finde immer alles" meinte Hans und ging mit den beiden. Nach einer Weile stießen sie auf Pechmarie, die mit einem schmuddeligen Tuch an sich herumrubbelte um das Pech abzukriegen. "Wir suchen die alte Hexe" sagte Hänsel und starrte verwundert auf die schwarze Pechmarie. "Da helf ich euch gern", erwiderte Pechmarie "das Weib hat mich mit Pech vollgeschüttet, weil ich meinen Lohn haben wollte - mit der hab ich ein Hühnchen zu rupfen!" Sie halfen gemeinsam, Pechmarie sauber zu rubbeln und dann machten sie sich auf den Weg. Hans erwies sich tatsächlich als Meister im Wege-Finden, weil ihn sein Glück immer richtig lenkte. Hänsel und Gretel suchten ständig Beeren und Früchte, so dass niemand hungerte und Pechmarie unterhielt sie mit kleinen Geschichten, die sie sich ausdachte, während sie wanderten. So erreichten sie einen kleinen, flachen Bungalow mitten im Wald. "Das könnte das Haus sein..." überlegte Hans und Pechmarie suchte nach einer Klingel. Da kam auch schon eine nette ältere Dame an die Tür und fragte, wer sie seien. "Wir sind Hänsel und Gretel und suchen die alte Hexe, die hier irgendwo wohnt .." Die nette Dame guckte verwundert und meinte "Na, kommt erst mal rein, ich backe gerade" und ging ins Haus. Die anderen folgten und Pechmarie winkte aufgeregt "Das ist sie nicht, das ist sie nicht!!!" wisperte sie, doch das war den anderen egal. "Verzeihung, sind Sie eine Hexe?" fragte Hänsel nach dem dritten Stück Kuchen. Die nette Dame nickte und sagte ganz ernsthaft "Ja, das bin ich manchmal. Und manchmal auch nicht..." Hans wurde daraus nicht klug "Man ist entweder Hexe - oder nicht" verkündete er großspurig, so als ob er große Erfahrung mit Hexen habe. Die nette Dame räusperte sich. "Bist du immer das, was andere in dir sehen? Bist du immer nett, immer glücklich, immer zuvorkommend" fragte sie Hans. Pechmarie kam ihm zuvor. "Also ich kenne eine alte Hexe, die ist immer gemein, immer!" seufzte sie. " Sollen wir sie besuchen? Sollen wir es ausprobieren?" fragte die nette Dame zur großen Verwunderung von Pechmarie. "Ich kenne die Frau, an die du denkst - und ich sage dir, wenn du sie richtig zu nehmen verstehst, überschüttet sie dich mit guten Gaben!" "Von wegen gute Gaben! Mit Pech überschüttet sie dich!!" Pechmarie war empört. "Wir haben eine alte Tante, die ist auch immer ganz schrecklich. Sagt mein Vater!" Gretel versuchte, Pechmaries Argumentation zu unterstützen. "Hast du die Tante schon mal besucht? Kennt Ihr sie genau?" fragte die nette Dame und schob allen noch einmal das Tablett mit den Plätzchen zu. "Aber ich kenne die Frau genau, die mir das Pech übergeschüttet hat!! Die ist fies und die bleibt fies und mit der werde ich nie und nimmer...!" Pechmaries Ausbruch wurde von der netten Dame unterbrochen. "Jetzt hört mal alle zu. Ihr braucht jemanden, der euch hilft, das sehe ich." Sie schaute sich in der Runde fragend um. Niemand widersprach. "Die alte Hexe kann zaubern, und das tut sie auch für andere. Sie ist überhaupt ganz umgänglich - wenn ihr nicht ständig an ihrem Häuschen rupft." Hänsel und Gretel hörten andächtig zu. "Und die Frau, die das Pech schüttet, kann auch Gold regnen lassen ... wenn du nicht ständig an ihr herummeckerst!" Pechmarie starrte auf die Plätzchen. Jetzt wandte sich die nette Dame an Hans: "Mensch Hans, das sieht doch gar nicht so schlecht aus. Hänsel und Gretel suchen immer was, Ideen zum Beispiel. Du hast Glück - und findest immer was. Die Hexe kann zaubern und es gibt jemand, die finanziell unter die Arme greifen könnte. Jetzt müßt ihr euch nur noch mit dem Gedanken anfreunden, mit den Leuten zu reden ..." Mit diesen Worten stand die nette Dame unverhofft auf und reichte allen die Hand zum Abschied. Sie stolperten gemeinsam zur Tür hinaus und hatten eigentlich noch viele Fragen. Gretel lief noch einmal zurück und suchte das Klingelschild. "Wisst Ihr, was an der Tür steht ?" fragte sie, als sie zurückkam. Pechmarie murmelte "Blöde Ziege...??" "Ne - gute Fee!" und findest immer was. Die Hexe kann zaubern und es gibt jemand, die finanziell unter die Arme greifen könnte. Jetzt müßt ihr euch nur noch mit dem Gedanken anfreunden, mit den Leuten zu reden ..."
Mit diesen Worten stand die nette Dame unverhofft auf und reichte allen die Hand zum Abschied.
Sie stolperten gemeinsam zur Tür hinaus und hatten eigentlich noch viele Fragen.
Gretel lief noch einmal zurück und suchte das Klingelschild.
"Wisst Ihr, was an der Tür steht ?" fragte sie, als sie zurückkam.
Pechmarie murmelte "Blöde Ziege...??"
"Ne - gute Fee!"

 
 
© Anni Hausladen